Studie "Wertewelten Arbeiten 4.0" dem Bundesarbeitsministerium vorgestellt

Unsere Arbeitswelt verändert sich, heute rasanter denn je. Schwere körperliche Arbeit wird automatisiert, mehr und mehr Dienstleistungen werden von leistungsfähigen IT-Systemen übernommen, zunehmend können Wissensarbeiter dank der globalen Vernetzung überall auf der Welt ihr Büro aufschlagen. Aber auch die Ansprüche an Arbeit und Leben und die damit verbundenen Bedürfnisse sind im Wandel. Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, aber auch Sinnerleben und Selbstverwirklichung scheinen an Bedeutung zu gewinnen. Den Wandel der Arbeitswelt auch im Sinne der Menschen zu gestalten, setzt eine genaue Kenntnis ihrer Wünsche und Ansprüche voraus – dies gilt für Unternehmen, Sozialpartner und die Politik. 

Im Rahmen der Studie „Wertewelten Arbeiten 4.0“ wurden 1.200 Personen auf Basis des Mikrozensus von 2013 über ihre Vorstellungen zum Thema „Arbeit in Deutschland“ von nextpractice GmbH befragt. nextpractice stellt die Ergebnisse dieser Studie auf unserem Zukunftsforum Daten. Hightech. Menschen. am 09. März 2017 vor.

Die Studie beleuchtet dabei das Zusammenspiel von verschiedenen Aspekten: Welche Stärken und welche Schwächen hat unsere gegenwärtige Arbeitswelt aus Sicht der Erwerbstätigen? Welche Weichenstellungen der Vergangenheit werden heute als richtig oder falsch wahrgenommen? Wo sehen die Befragten positive Entwicklungen, die gefördert werden sollten? Welchen Veränderungen stehen sie skeptisch gegenüber? Eines macht die Studie vor allem deutlich: Die Ansprüche an Arbeit pluralisieren sich stark und das über soziodemografische Trennlinien wie Einkommen oder Ausbildung hinweg. Was für die einen wünschenswerte Zukunft ist, stellt für die anderen ein bedrohliches Szenario dar.

Nur die wenigsten Erwerbstätigen in Deutschland empfinden ihre aktuelle Arbeitssituation als ideal. Lediglich ein Fünftel der Befragten fühlt sich dem persönlichen Idealbild von Arbeit bereits nah. Knapp die Hälfte der Befragten sieht die eigene Arbeitssituation heute weit vom persönlichen Idealbild von Arbeit entfernt.

Der Blick auf die Zukunft ist dagegen optimistischer: Fast die Hälfte der Befragten erwartet, dass die eigene Arbeitssituation im Jahr 2030 nah an ihrem Idealbild liegen wird. Bezogen auf die Arbeitswelt in Deutschland im Jahr 2013 insgesamt, erwartet das noch jeder Vierte. Vor allem was Mitgestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten anbelangt, haben die Erwerbstätigen in Deutschland durchaus positive Erwartungen an die Arbeitswelt von morgen.

Quelle und weitere Informationen unter:

www.arbeitenviernull.de/mitmachen/wertewelten/studie-wertewelten.html