Von Big Data zu Smart Data

Daten werden als das Öl des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Die Digitalisierung unserer Welt schreitet mit hohem Tempo voran. In allen Industrien und Bereichen versuchen wir, aus den weiter rasant zunehmenden Datenbeständen Nutzen für uns zu ziehen. Im Industrie-Umfeld ist dies unter dem Schlagwort Industrie 4.0 bekannt. Was bedeutet dies für die Services, die wir in diesem Umfeld anbieten können?

Die Digitalisierung im Industrie-Umfeld ermöglicht es, neue Services für die Maschinen und Anlagen anzubieten. Anbieter zum Beispiel im Maschinen- und Anlagenbau haben ein hohes technisches Wissen über die Funktionsweise ihrer Produkte. Auch wenn intelligente Daten-Analytik-Lösungen wie zum Beispiel von IS Predict durch ihre Selbstlern-Algorithmik eine adaptive Steuerung „ohne Menschenhand“ durchführen können, ist es doch noch häufig sinnvoll, die aus den Maschinen erzeugte Daten-Analytik mit dem technischen Verständnis des Menschen zu kombinieren.

Ebenfalls in den Unternehmen bereits vorhanden ist ein hohes Domain-Wissen, d.h. in welchem Umfeld wird das Produkt eingesetzt. Dieses beantwortet die Frage: welchen Nutzen können neue Services bieten. Dabei darf allerdings nicht technisch vorgegangen werden sondern ist eine neue Denkweise anzusetzen: Nicht der Bohrer mit der technischen Wartung wird dem Kunden angeboten sondern das erstellte Loch in der Wand. Oder: nicht die Turbine mit der entsprechenden Wartung wird angeboten sondern Energieeffizienz. Diese Methodik basiert darauf, die Probleme beim Kunden zu lösen. Und: den genauen Wert eines Services zu ermitteln, um daraus neue und langfristig ertragreiche Servicemodelle zu generieren. Die Bezahlung könnte dann zum Beispiel nicht mehr nach Standard-Tarifen erfolgen sondern nach tatsächlich realisierter Energieeffizienz der Turbine.