Industrie-4.0-Umsätze sollen auf 7,2 Milliarden Euro steigen

Der Branchenverband Bitkom prognostiziert, dass die Umsätze mit Industrie-4.0-Lösungen bis 2018 ein Volumen von rund sieben Milliarden Euro erreichen. Vor allem der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Automobilbranche sind die treibenden Branchen.

Im laufenden Jahr 2017 wird der Industrie-4.0-Umsatz um 21 Prozent auf ca. 5,9 Milliarden Euro steigen. Damit hält der Boom an: auch im vergangenen Jahr wurde ein Plus von 20 Prozent verzeichnet. Für 2018 erwartet Bitkom einen weiteren Zuwachs auf insgesamt 7,2 Milliarden Euro. Als Grundlage dieser Prognose dienen aktuelle Zahlen der Marktforscher von PAC.

Die höchste Nachfragesteigerung wird in 2017 der Maschinen- und Anlagebau mit 23 Prozent und 1,5 Milliarden Euro Umsatz erreichen. „Im Maschinen- und Anlagenbau können die Unternehmen auf eine große Menge an Daten zurückgreifen, um effizienter zu produzieren, etwa auf Betriebs-, Zustands- und Umfeld-Daten. Die eigenen Produkte können mit Industrie-4.0-Technologien ausgestattet werden, um so beispielsweise neue Dienstleistungen anzubieten“, erklärt Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz. Starke Nachfrage gibt es auch im Automobilbau (+20 Prozent), wo eine Milliarde Euro Industrie-4.0-Umsatz zu erwarten ist. Ähnlich sieht es in der Elektronikbranche (+22 Prozent) und der Metallverarbeitung (+17 Prozent) aus.

Die hohe Nachfrage beflügelt vor allem die Anbieter von IT-Services wie Beratung, Systemintegration und Softwareentwicklung: Noch in diesem Jahr werden sie ein Umsatzvolumen von 3,6 Milliarden Euro erreichen. Auch die reinen Software-Anbieter freuen sich über ansteigende Umsätze, die bis Ende 2017 bei rund 1,2 Milliarden Euro liegen sollen. Einen kleineren Anteil am Gesamtvolumen haben Hardwarehersteller. Der Markt für Sensoren, Server, Speicher, Netzwerke und andere Geräte soll bis 2018 voraussichtlich auf 1,3 Milliarden Euro wachsen.

Quelle: BigData Insider